Die IdeeÖkologie, Macht, Spaß
Das stimmt. Und dennoch begriff damals ein kleiner Kreis aktiver Umweltschützer aus BUND, NABU, städtischem Umweltamt, Eltern für unbelastete Nahrung und ROBIN WOOD, dass dieses Monstrum eine Herausforderung werden würde. Eine Herausforderung, die man einfach annehmen muss, weil alle gesellschaftspolitischen Anzeichen zunehmend auf den Niedergang der Ökologie- und Umweltschutzbewegung zeigten und immer noch zeigen. Resignieren kann man später noch. Das „gemeine Fußvolk“ sollte an deren Haustür abgeholt, und hingeführt werden, wohin sie ansonsten niemals freiwillig gehen würden: Wo Ökowürste und bei Vollmond gestrickte Wollsocken warten. Wo Apfelsaft von Kindern mit roten Wangen gepresst wird und Treckerfahren die Sprosse von ihren PCs lockt. Wo die Tomate noch nach Tomate schmeckt und der typische Öko im Erscheinungsbild tatsächlich den Vorstellungen der Nicht-Eingeweihten entspricht. Man sollte das Sensen lernen können, dem Hufschmied über die Schulter blicken und selbst den Hammer auf den Amboß schwingen. Man sollte Bogen schießen und mit altertümlichen Schiffen auf der eigens aufgestauten Krückau zum Fest kommen können, kurzum: Alles was jenseits ausgetretener Volksfest-Pfade, von Pommesbude, Autoscooter und Schießbuden noch aufregend, neu, alt oder fast vergessen war, sollte einen Platz bekommen. Wohin die Reise gehen würde war keinem klar. Das es eine interessante werden würde indes schien sicher und reizvoll. Und so begab man sich auf den Weg. Wie lang er werden würde war ungewiss. All das ist nun ein paar Jahr her. Schon im ersten Jahr wurden mehr Ökos und vor allem Nichtökos angelockt als wir in unseren kühnsten Träumen hofften. Bereits jetzt ist ein langer Weg beschritten, ein Ende nicht absehbar. Mittlerweile begrüßen wir je nach Wetterlage bis zu mehrere zigtausend Besucher in der Zeit von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Der Reiz des Festes liegt in seiner Vielfältigkeit. Die unterschiedlichen Richtungen, aus denen der feste Kern der Organisatoren kommt spiegelt sich im Programm des Festes wider. Ökologie, Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Kultur, altes Handwerk und Sport. Das sind die konstanten Größen und Ausrichtungen des Festes die in ihrer einzigartigen Mischung und unter den Obstbäumen der Streuobstwiese den besonderen Charakter des Festes ausmachen. Der Name Streuobstwiesenfest ist für eingefleischte Elmshorner längst
keine Herausforderung mehr. Und auch überregional konnte sich das
Fest als eines der größten Umweltfestivals Deutschlands etablieren.
Darauf sind wir stolz. Und wir sind stolz auf unsere Gäste und Besucher,
die mit dem Auto kommen dürfen, aber in der Regel die Alternativen
nutzen und per Fahrrad, Schiff oder per pedes anreisen. |
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